Bioelektrische Impendanzanalyse (BIA)

Checkliste für die Messung 

  • Sie haben keinen Herzschrittmacher oder Defibrillator 
  • Sie sind nicht schwanger
  • 2-3 Stunden vor der Messung nicht essen
  • Etwa ½ bis 1 Stunde vor der Messung auf Trinken verzichten
  • Kommen Sie möglichst immer mit gleichen Voraussetzungen (Tageszeit, Zeitpunkt der Essens-und Flüssigkeitsaufnahme)
  • Entleeren Sie Ihre Blase vor der Messung
  • 2-3 Stunden vor der Messung kein Sport treiben
  • Keine Hautcreme an Händen und Füßen benutzen
  • Keine Strumpfhose anziehen 

Bei der Bioelektrischen Impedanzanalyse wird ein schwacher, nicht wahrnehmbarer Wechselstrom durch den Körper geleitet. Der Körper setzt dem Strom einen Widerstand entgegen, aus dem Messwerte der unterschiedlichen Körperkompartimente abgeleitet werden können.

Kompartimente?

Die sich im Körper voneinander abgrenzenden Bereiche werden als Kompartimente bezeichnet. Die BIA-Messung berücksichtigt die drei Kompartimente:

  • Körperzellmasse (BCM) aus stoffwechselaktiven Zellen der Muskulatur und Organe
  • Extrazelluläre Masse (ECM) aus extrazellulären Flüssigkeiten (Plasma, interstitielle Flüssigkeit), den Knochen und dem Bindegewebe
  • Fettmasse (FM)

Bei der BIA-Messung wird der elektrische Strom durch die wasser- bzw. elektrolythaltigen Kompartimente (BCM und ECM) geleitet. Hierbei trifft der Strom auf Widerstände und es kommt zu folgenden Messwerten: 

  • Resistanz (Rz): ohmscher Widerstand oder Gesamtwiderstand des Körpers, der sich umgekehrt proportional zur Menge an Wasser und Salzen im Körper verhält. Er dient zur Berechnung des Körperwassers und der Magermasse
  • Reaktanz (Xc): kapazitiver Widerstand, der durch Kondensatoreigenschaften an den Zellmembranen entsteht. Xc ist ein Maß für die Körperzellmasse
  • Phasenwinkel (PA): Maß für die Zelldichte bzw. den Zustand der Zellen und damit des Gesundheitszustandes des Organismus. Der Phasenwinkel gibt das Verhältnis von Rz zu Xc wieder

Wasser leitet Strom, Fett nicht!

Die Fettmasse leitet den Strom nicht und ist ein Isolator für den Wechselstrom. Die Fettmasse wird daher nicht gemessen, sondern als Differenz von Magermasse und Körpergewicht berechnet. Auch die Knochen leiten den Strom kaum. Die Skelettmuskulatur hingegen ist aufgrund ihres hohen Wasser- und Elektrolytanteils ein guter Leiter.

Die Methode ist absolut schmerzfrei!

Die BIA-Messung wird im Liegen durchgeführt. An beiden Händen und Füßen werden jeweils zwei Elektroden aufgeklebt, über die der Strom in den Körper fließen kann. Davon spürt man …nichts!

Die BIA-Messung als Verlaufskontrolle

  • bei Erkrankungen die das Risiko einer Mangelernährung erhöhen, wie z. B. Krebs, HIV oder Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Lebererkrankungen)
  • im Rahmen des Gewichtsmanagements
  • bei sportlich aktiven Personen
  • bei Störungen des Wasserhaushaltes, z. B. Dialyse oder
  • für alle anderen Interessierten